FRAGEBOGEN FUER KAPITÄNE UND SENIOR SCHIFFSOFFIZIERE ZUM WASSEREINBRUCHFALL

Dieser Fragebogen dient als Grundlage zur Erarbeitung des Entwurfs zu einem IMO Modell- Kurs "Leckstabilität und Überleben im Leckfall".
Das Hauptziel ist dabei die Identifizierung von Wissenslücken bei der Schiffsleitung, insbesondere aber Kapitänen und Ersten Offizieren, da diese im Leckfall die einzuleitenden Notfallmaßnahmen beschließen. Dieser Fragebogen setzt voraus, daß die Befragten über ein fundiertes Grundlagenwissen über Schifsstabilität und Schwimmfähigkeit verfügen. Die Befragung bleibt anonym und wird nicht an Dritte weitergeleitet, sondern lediglich statistisch ausgewertet. Es werden weder Firmennamen noch Mitarbeiternamen gesammelt, gespeichet oder weitergegeben.

 


1. Bitte geben Sie Ihre Daten ein

Bitte geben Sie hier Ihre E-Mail Adresse , Schiffsname oder Ihren Namen an:


Bitte markieren Sie die richtige Antwort an:

Auf welchen Schiffstypen sind Sie im Verlauf Ihrer seemännischen Karriere als Nautiker gefahren?









Bitte geben Sie den Rang an, den Sie derzeit oder innerhalb der letzten Zeit vorwiegend innehatten?





Bitte geben Sie an, über wieviele Jahre Berufserfahrung als Nautiker Sie verfügen:

Etwa Jahre.

 

Bitte geben Sie an, wie alt Sie sind:

Ich bin Jahre alt.

 


1.Schiffbauliche Maßnahmen zur Lecksicherheit


Frage 1:

Was ist ein 2-Abteilungsschiff?

a) Ein 2-Abteilungsschiff muß die Beschädigung von zwei benachbarten wasserdichten Abteilungen überstehen können.
b) Ein 2-Abteilungsschiff muß die Beschädigung von zwei wasserdichten Abteilungen überstehen können.
c) Ein 2-Abteilungsschiff kann alle Beschädigungen überstehen, solange 2 wasserdichte Abteilungen intakt bleiben.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 2:

Ist ein 1-Abteilungsschiff nicht regelkonform, wenn es genau am am wasserdichten Schott getroffen wird und durch die Flutung von 2 Abteilungen sinkt?


a) Es ist nicht regelkonform, da selbst bei Beschädigung eines wasserdichten Schottes in keinem Falle 2 Abteilungen gleichzeitig beschädigt werden dürfen.
b) Es ist regelkonform, hat aber das Pech, genau an dieser Stelle getroffen zu werden.
c) Das hängt von der Lage der Beschädigung ab, da nur bestimmte Schotten die Flutung von 2 Abteilungen verhindern können (z.B. Maschinenraumschott).
d) Das weiß ich nicht.


Antwort:



Frage 3:

Um die Lage eines Schiffes stabil zu halten, sind an Bord so genannte Querflutungskanäle oder cross flooding valves installiert.Was ist deren hauptsächliche Aufgabe?

a) Querflutungskanäle sind Überlaufleitungen nach außenbords, die verhindern, daß Tanks überlaufen und auf der entsprechenden Seite eine noch größere Schlagseite verursachen.
b) Querflutungskanäle sind Außenbordsventile, die geöffnet werden können, um Wasser von außenbord einzulassen, um eine Schlagseite auszugleichen.
c) Querflutungskanäle verbinden zwei sich gegenüberliegende Tanks,so daß diese sich gegenseitig ausbalancieren können.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 4:

Wasserdichte Abteilungsschotte nach SOLAS?90 müssen bei einer Flutung mindestens

a) dem Druck einer Wassersäule bis zur vollständigen Flutung der Abteilung standhalten können.
b) dem Druck einer Wassersäule bis zur Tauchgrenze, inklusive des dynamischen Anteils, verursacht durch freie Flüssigkeitsoberflächen.
c) dem Druck einer Wassersäule bis zur Tauchgrenze, also 76 Millimeter unterhalb Oberkante Schottendeck, standhalten.
d) Das weiß ich nicht.

Bemerkung: Seit 2009 (SOLAS 2009)lautet der Text so: In allen Fällen müssen wasserdichte Abteilungsschotte in der Lage sein, dem Druck einer Wassersäule bis zur Höhe des Schottendecks standzuhalten.

Antwort:


2.An-Bord-Maßnahmen zur Bewertung der Stabilität und Schwimmfähigkeit




Frage 5:

Bitte geben Sie an, welche der folgenden Maßnahmen Sie im Falle eines negativen GM-Wertes und einer starken Schlagseite ergreifen würden (Schiff intakt).

a) Zunächst würde ich die DB-tanks auf der tiefer eingetauchten Seite fluten um das GM zu erhöhen.
b) Als Erstes gilt es die Schlagseite zu verringern. Deshalb sind die gegenüberliegenden DB-Tanks zu fluten.
c) Es können irgendwelche DB-Tank gefüllt werden, egal welche Seite. Es kommt lediglich darauf an, erst einmal das GM zu erhöhen.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 6:

Ihr Schiff ist beschädigt und Wasser dringt ein. Ab welcher Leckgröße beginnen Sie mit der sofortigen Evakuierung, wenn die fortschreitende Flutung der benachbarten Abteilungen nicht verhindert werden kann?

a) Wenn die Leckgröße >= 0.5m2 ist.
b) Wenn die Leckgröße >= 0.15m2 ist.
c) Wenn die Leckgröße >= 1.5m2 ist.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 7:

Hängt die Menge des einströmenden Leckwassers (Einströmvolumen) bei einem Leck unterhalb der Wasserlinie (WL) auch von der Tiefe des Lecks in Bezug zur WL ab und wird dies bei der Berechnung der Einströmmenge berücksichtigt?

a) Ja, aber vernachlässigbar klein und deshalb nicht berücksichtigt.
b) Ja.
c) Nein.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 8:

Welche Methoden der Leckrechnung sind gebräuchlich und wissenschaftlich anerkannt?

a) Die Methoden des "hinzukommenden Auftriebs" und des "verlorenen Gewichts".
b) Die Methoden des "verlorenen Auftriebs" und des "hinzukommenden Gewichts" .
c) Die Methoden des "konstanten Ladens" und des "totalen Auftriebs".
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 9:

Warum können die Zwischenflutungszustände im Leckfall eine größere Gefahr für das Schiff bedeuten als der Endzustand der Flutung?

a) Wegend der freien Oberflächen und der damit verbundenen GM-Reduktion.
b) Weil in der Zwischenflutungsphase wegen der dynamischen Veränderungen die Rettungsmittel nicht klargemacht werden können.
c) Während der Zwischenflutungszustände sind durch die dynamische Wasseraufnahme die Pressungen an den Abteilungswände besonders hoch("hammering").
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 10:

Das BM (BM = I / V ) des lecken Schiffes ist im Vergleich zum BM des intakten Schiffes :

a) größer.
b) kleiner.
c) gleichbleibend.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 11:

Was bezeichnet man mit Permeabilität oder dem Flutbarkeitsfaktor einer Abteilung?

a) Der Flutbarkeitsfaktor gibt an, welche Menge Wasser innerhalb einer Stunde zu einer benachbarten Abteilung progressiv überflutet.
b) Der Flutbarkeitsfaktor ist der Anteil des Raumes, der von Leckwasser eingenommen werden kann.
c) Der Flutbarkeitsfaktor wird nur für Tanks angegeben und bezeichnet den Anteil der Wassermenge, der zum Effekt der Freien Oberflächen beiträgt.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 12:

Sie wollen den neuen Tiefgang Ihres Schiffes im Leckfall nach der Methode der konstanten Verdrängung berechnen. Es sei eine Mittschiffsbeschädigung bei ebenen Kiel angenommen. Die beschädigte Abteilung ist im Endzustand des Flutungsprozesses nicht vollständig geflutet. Dann berechnet sich die Tiefgangszunahme wie folgt:

a) delta T = verlorenes Auftriebsvolumen / beschädigte Wasserlinienfläche.
b) delta T = wegfallendes Gewicht / Intaktwasserlinienfläche
c) delta T = hinzukommendes Auftriebsvolumen / Intaktwasserlinienfläche
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 13:

Eine der Schwierigkeiten den Wassereinbruch direkt zu berechnen ist die, daß die Menge des einströmenden Leckwassers nicht sofort bekannt ist (abgesehen von den Fällen bei denen die lecke Abteilung unterhalb der Intaktwasserlinie liegt). Eine hinreichend genaue Methode ist:

a) die Berechnung der Leckwassermasse bis zur Intaktwasserlinie, da sich die Tiefgänge im Endzustand der Flutung in den meisten Fällen nur gering von dieser Annahme unterscheiden.
b) die Berechnung der Leckwassermasse unter Annahme der vollständigen Flutung des lecken Raumes/Abteilung. Mit dieser Annahme wird eine zusätzliche Sicherheitsmargin berücksichtigt.
c) die Berechnung nach einer der o.g. Leckrechnungsmethoden mit wiederholten Iterationsschritten die so lange wiederholt werden, bis sich die Tiefgänge nicht mehr merklich ändern.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:


3.Maßnahmen zur Leckabwehr


Frage 14:

Welches ist die effektivste Art der Lecksicherung (Verkeilung der Leckfläche)?

a) die Leckabwehr von innen.
b) die Leckabwehr von außen.
c) das hängt von der Erfahrung und physischen und psychischen Belastbarkeit der Leckbekämpfer ab; bei hoher Belastbarkeit der Besatzung ist demnach ein Angriff von innen in der Regel am effektivsten.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort:



Frage 15:

Um Ihr Schiff im Leckfall vor dem Kentern oder dem Sinken durch parallele Tiefertauchung zu bewahren, sollte Sie:

a) noch vor anderen Maßnahmen das Leck erst abdichten und den Raum lenzen.
b) alle pumpbaren Räume, die flüssige Stoffe enthalten leerpumpen und so extra Reserveauftrieb schaffen.
c) mit allen Mitteln versuchen, die progressive Flutung auf benachbarte Abteilungen zu verhindern.
d) Das weiß ich nicht.

Antwort: